Den Blick nach oben lenken, Dankbarkeit, Mitgefühl, Vertrauen

Mitgefühl und Dankbarkeit statt Jammern und Klagen

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Was tun in dieser Corona-Zeit gegen Krisenkoller, Langeweile und Einsamkeit? Wie kann ich einen sinnvollen Beitrag leisten und mein Mitgefühl hilfreich zum Ausdruck birngen? Es reicht mir nicht, mich selber “in Sicherheit zu bringen” und die Welt da draußen Welt sein zu lassen. Vor allem will ich nicht jammern und klagen. Ich will da sein! Mitdenken! Mitgefühl zeigen! Meine eigene Position finden und wenigstens das geben und herschenken, was ich in dieser Situation zu geben habe.
   

Betroffenheit und Sorge

Ich gehöre zu jenen Menschen, die in diesen Zeiten daheim arbeiten und kaum etwas tun können von dem, was sonst zu ihren Aufgaben gehört: Begegnung mit Menschen, Treffen, Besprechungen, Besuche, Sozialkontakte mit Gruppen und  verschiedenste Feiern bestimmen sonst zu meinen Alltag. Jetzt sitze ich zu Hause und staune, wie seltsam es ist, nicht bei den Menschen zu sein. Es tut mir leid, dass ich die, die alleine sind, nicht besuchen kann. Trotzdem geht es mir gut bei der ganzen Sache. Zum einen, weil ich aus Rücksicht auf den Menschen, mit dem ich lebe und der zur Risikogruppe gehört, gerne darauf verzichte und sehr konsequent nur die allernötigsten Schritte aus dem Haus mache. Zum anderen, weil ich auch das Alleinsein mag, die Stille, die Zeit zum Nachdenken und zum Schreiben. Ich schreibe für mein Leben gern. Darum gibt es diesen Blog. Und weil ich „etwas tun möchte“ in dieser Zeit, dass vielleicht wenigstens ein paar Menschen hilft!
     

“Veränderung wird nur hervorgerufen durch aktives Handeln nicht durch Meditation oder Beten alleine.”

Dalai Lama

 

Mitgefühl und Verbundenheit

Wenn ich die Nachrichten höre, wird mir manchmal schlecht. Nicht, weil der Krisenkoller zugeschlagen hat. Sondern weil ich an die viele Not denke, die Corona in der Welt ausgelöst hat. Dann wird mir ganz flau in der Magengrube und eine große Traurigkeit überkommt mich. Was, wenn unsere Ressourcen nicht reichen, um Menschen lebensrettend zu behandeln! Mein Mitgefühl fühlt hin zu den Opfern dieser Pandemie. Zu den Menschen in den Ländern großer Armut, die dichtgedrängt zusammenleben und von denen die wenigsten Vorräte besitzen, um daheim bleiben zu können, falls sie überhaupt eines haben. Seien es Menschen in fernen Länder, oder Obdachlose, Vereinsamte oder Verwahrloste hier bei uns. Ihre Situation macht mich betroffen.  Nicht erst heute. Aber heute mehr denn je. Ich will ihnen nahe bleiben über alle Entfernung und Fremdheit hinweg! In meinem Beten, meinem Gedenken, meinem Mitgefühl, meinen Anrufen, Briefen, Nachrichten und Gedanken. Was macht‘s, wenn mir hie und da schlecht wird! Was mich tröstet und erfüllt, ist der Glaube, dass letztendlich kein Mensch alleine ist, sondern Gott bei ihm ist, ganz nah seinem Herzen und seinem Leid und dass in dieser unzerstörbaren Zweisamkeit Wunder der Liebe und des Trostes geschehen.
     

„Erinnere dich der Vergessenen – eine Welt geht dir auf.“

Marie von Ebner-Eschenbach

 

Ohne Jammern, Lamentieren und Klagen

Wenn ich „Wir sind im Krieg!“ höre, dann kann ich verstehen, welche Maßnahmen der Krisenintervention damit gemeint sind! Doch ich bin sehr dankbar, dass es sich trotz allem nicht um „echten“ Krieg handelt, der Leiber, Menschen und Seelen zerfetzt und zerreißt, Häuser und sichere Bleiben zerstört, Menschen in die Flucht treibt und mit Terror, Angst und Gewalt regiert. In großer Dankbarkeit, ja fast beschämt, erfahre ich, wie behütet und versorgt wir in unserem Land sind und wie sehr ich von mitfühlenden Menschen umgeben bin. Bewusst will ich mir jedwedes Jammern oder Klagen versagen und mich verantwortungsvoll an alle geforderten Maßnahmen halten.
     

„Nicht der Krieg ist der Ernstfall, in dem der Mann sich zu bewähren habe, … sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben.“

Gustav Heinemann

Dankbarkeit und Mut zur Einfachheit

Wenn manche bereits jetzt von „der Zeit danach“ und bevorstehenden Verteilungskämpfen reden, denke ich viel darüber nach, was wir brauchen, um diese Zeit gut überstehen und vor allem hin auf eine gute Zukunft gestalten können. Ich denke dabei an meine Großmutter, die in der Zeit des Krieges oder der Not der Nachkriegsjahre nie jemanden weggeschickt hat, der an die Fenster oder Türen unseres Hofes geklopft hat. Zeit ihres Lebens bis hin zum Tod kannte sie nicht anderes als zu geben und selbst bescheiden zu leben. Sie war dabei eine überaus zufriedene, herzliche und dankbare Frau. Es macht mir Mut für die Zeit danach, einfaches Leben zu wagen in dem Glauben, dass man zum Glück sehr wenig braucht und meist immer noch etwas zum Teilen übrig bleibt.
     

“Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre Alles eines.” 

Albert Einstein

 

In mir klingt ein Lied der Dankbarkeit

Hinter aller Traurigkeit und Sorge dieser Tage klingt ein Lied in mir, ein Hoffnungslied, ein Mut- und Liebeslied. Mir ist’s, als könnte ich das Säuseln des Heiligen Geistes hören, der über unsere Erde weht, um mit stiller Stetigkeit unsere alten Denkmuster aus den Angeln zu heben und Herz und Türen zu öffnen für eine neue Sicht der Welt und unseres Daseins. Es ist trotz aller Aufgescheuchtheit und allen Schmerzes die Melodie einer großen Liebe, die uns zur Umkehr mahnt, zum Umdenken und Aussteigen aus allem „Krieg“  und der Ausbeutung unserer Erde. Oft sitze ich da und lausche jener österlichen Botschaft, die sich heilend über die Erde legt und alle Angst aus meinem Herzen nimmt. Was schon kann mir geschehen? Ich, wir sind gehalten in einem größeren Ganzen, gehalten in Gott! Das Leben und die Welt gehen unaufhaltsam ihren Gang und wir sind ein Teil davon. Wenn ein Glied leidet, leiden alle anderen mit. Mein Mitgefühl ist Folge dieses Einsseins. Alles ist geborgen in der unendlichen Liebe Gottes.
     

Die Kunst, zu ermutigen ist eine der Möglichkeiten aufmerksamer Nächstenliebe.

Leon-Joseph Suenens

   

Du brauchst Unterstützer und Mutmacher

Wenn du etwas bewegen willst in dieser Welt, dann brauchst du Menschen, die mit dir gehen, die an dich glauben, die hinter dir stehen, dich ein wenig schubsen, falls du zu bequem oder zu feige für neue Schritte bist. Solche Menschen wünsche ich dir! Menschen mit Mitgefühl, Mut und in hilfreicher Freundschaft.

Danke!

Ich möchte an dieser Stelle all meinen Freundinnen und Freunden danken, die unterstützend hinter diesem Projekt stehen. Und der Firma Tricksiebzehn, konret Walter, Petra, Thomas und Sabrina, die sich voll ins Zeug gehängt haben, dass diese Homepage in Windeseile und rekordverdächtigen zwei Wochen trotz Corona-Krise verwirklicht werden konnte. Danke!   https://www.tricksiebzehn.at
 
   

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