Mach, was du liebst

Mach, was du liebst!

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Während des Erstellens dieser Homepage hat mein Büro zu Hause zwei Wochen lang einer Gehirnwäsche-Folterkammer geglichen. Alles vollgeklebt mit Sätzen, Aussprüchen, Aufforderungen und kräftigen Inputs, die mir jeden Tag in den Allerwertesten getreten sind und mich gedrängt haben: Jetzt mach doch endlich! Trau dich! Stell dich nicht so an! Wenn nicht jetzt, wann dann? Oft bin ich dagesessen, habe die „Schreie“ von meinen Wänden gehört und mich vor meiner eigenen Courage gefürchtet. Anja Förster & Peter Kreuz, zwei bekannte deutsche Managementvordenker, trällern es in großen Tönen von meinen Bürowänden, die ich mit Sätzen aus ihrem Buch Macht, was ihr liebt! tapeziert habe. „Sei einzigartig!“ „Sei außer – gewöhnlich!“ „Du hast nur eine Reise!“ „Sei ein seltsamer Vogel!“ „Mach den Unterschied!“ „Entwickle deine einzigartige Handschrift!“ „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ In das verwirrende Getöne stimmten die eigenen Zweifel mit ein:  Kann ich das? Soll ich das? Will ich das? Bringt das was?“ und „Das schaffst du nie! Du blamierst dich nur! Und vor allem: Wer braucht das schon? Meinst du wirklich, die Welt wartet auf dich?“ Dazwischen halten Förster & Kreuz mit lockender Stimme dagegen. „Sobald es EINE Person gibt …“ Na dann!

Alles Leben ist Wachstum!

Es ist ja nicht so, dass wir ein Leben lang das Verkehrte tun. Jedenfalls nicht bei allen von uns. Doch das Leben ist eine Reise, ein Weg, ein Abenteuer, das Veränderungen mit sich bringt und uns, wenn es an der Zeit ist, wieder zu neuen Ufern lockt. Das Leben ist ein Fluss, ein Wachsen und Werden und dabei wachsen wir von Zeit zu Zeit aus dem Alten heraus. So wie aus Kleidern, die zu klein geworden sind oder aus einem Schuh, der immer mehr drückt. Das Außen verändert sich. Wir verändern uns. Aber das, was wir in uns tragen als unser ureigenes inneres Wesen, als unsere tiefste Bestimmung, das bleibt. Ganz gleich, ob wir bewusst darum wissen oder nicht. Manchmal müssen wir es erst entdecken. Aber wie?
 

Geh der Freude nach!

Ein alter Missionar hat mir einmal gesagt: „Geh der Freude nach!“ Förster & Kreuz sagen: „Macht, was ihr liebt!“ Jeder Coach weiß, dass er hellhörig werden und mit seinen Fragen einsteigen muss, wenn beim Klienten die Augen zu leuchten anfangen, die Wangen sich röten und der ganze Körper sich in freudvoller Spannung aufrichtet und Kraft auszustrahlen beginnt. Letztendlich wissen wir es alle: Das Geheimnis liegt darin, das in unserem Leben zu finden, was uns lebendig macht, fasziniert, herausfordert und unsere Charismen zum Leuchten bringt.
 

“Macht, was ihr liebt!”

Förster & Kreuz haben ein ganzes Buch dazu geschrieben. Macht, was ihr liebt! Wir religiös Sozialisierten haben dafür eine andere Sprache: Finde deine Bestimmung! Folge deinem Traum! Lebe deine Berufung! Das ist die Challenge! Und gleichzeitig jenes tiefe Geheimnis, das dahintersteht, dass zu allen Zeiten Menschen aufgebrochen sind, um ihrem Traum zu folgen, neue Kontinente zu entdecken, Geheimnisse zu erforschen, Symphonien zu schreiben oder den technischen Fortschritt voranzutreiben. Oft jenseits aller Aussicht auf Erfolg, gegen alle Vernunft, gegen den Rat der Weisen und den des Mainstream. Es ist eine Vielzahl an Beispielen, Gedanken, Tipps und neuen Denkschemen, die wir im Buch „Macht, was ihr liebt!“ finden. Ich kann es dir nur ans Herz legen, wenn du auf der Suche nach spritzigem Neudenken bist. Hier findest du meine Buchvorstellung. Ich persönlich möchte hier 7 Gründe aufschreiben, warum es sich aus meiner Erfahrung heraus lohnt, zu machen, was man liebt.
 

7 Erfahrungen meinerseits, warum es sich lohnt zu tun, was man liebt.

  1. # Weil alles andere dich unglücklich macht!
  2. # Weil du nur weißt, ob du es wirklich liebst, wenn du es machst!
  3. # Weil es dich lebendig macht!
  4. # Weil es dir innere Ruhe verschafft!
  5. # Weil du darin ganz DU sein kannst!
  6. # Weil du darin über dich selbst hinauswachsen kannst!
  7. # Weil du darin deine Bestimmung lebst!
 

1. Mach, was du liebst, weil alles andere dich unglücklich macht!

Damit meine ich nicht, dass es das Andere dich zwangsläufig unglücklich macht! Das wäre verkehrtherum gesehen. Ich meine damit einfach, dass du unglücklich wirst, wenn du das, was du liebst, nicht machst. Wir wissen es im Grunde ja ohnehin. Wenn wir unsere Liebe und unsere Begeisterung nicht leben dürfen, macht uns das unglücklich, oft sogar krank! Also: Mach, was du liebst, was dir ein Anliegen ist, was dich erfüllt und beglückt, was dich anspornt und antreibt und vielleicht jetzt gerade keinen Platz in deinem Leben hatte. Tu es einfach. Mach es! Es muss nicht unbedingt zu deinem Job werden, das wäre der Idealfall. Oft reicht es, wenn du es zu deinem Hobby machst, zu deiner Freizeitbeschäftigung, zu deinem Steckenpferd, oder zu einem vielleicht sogar etwas verrückten Ausbruch aus dem Alltag und den vielen Alltagsgeschäften und Notwendigkeiten.
 

2. Weil du nur weißt, ob du es wirklich liebst, wenn du es machst!

Manchmal meinst du: Das wäre das Größte, das machen zu dürfen! Sei es im Beruf, im Sport oder in der Freizeit, bei einem Verein, in der Öffentlichkeit oder sonst wo! Etwas, das dich der fasziniert und anzieht, dass du es nicht mehr aus dem Kopf bringst. Wenn es so etwas gibt, dann tu es! Bitte tu es! Versuche es wenigstens. Taste dich hinein, informiere dich, probiere es aus. Spüre, was es mit dir macht. Entweder, es zieht dich noch mehr in seinen Bann oder du legst es irgendwann enttäuscht oder gelangweilt zur Seite, weil es eben doch nicht Deines ist. Wir haben oft Ideale oder Vorstellungen, Traumbilder und Illusionen, die dann doch in der Wirklichkeit ganz anders aussehen. Es ist gut, diesen Traumbildern nicht ein Leben lang nachzuhängen, sondern ihnen nachzugehen, bis man sie entweder als “nicht Meines” abhaken kann oder sich daran macht, sich darin zu verwirklichen.
 

3. Mach, was du liebst, weil es dich lebendig macht!

Meine Erfahrung ist: Wenn ich das mache, was ich liebe, was mich begeistert und erfüllt, dann macht mich das lebendig. Und wie! Dann erlebe ich einen Zuwachs an Freude, Leidenschaft und Antrieb, Ausdauer und Zähigkeit. Du kennst das sicher! Wenn du das machst, was dich begeistert, wirst du nicht so schnell müde. Selbst ein Berg von Arbeit und schwierige Herausforderungen schaffen keinen negativen Stress, sondern freudige Erregtheit und ein neues Wachsein. Die Kreativität wächst, Neugierde, Wissbegierde und die Frage nach dem „Was geht noch?“ stellt sich ein! Im Tun dessen, was wir lieben, stecken wir viel leichter Rückschläge ein, halten Kritik besser aus und entwickeln im besten Fall auch eine gute Portion an Humor und Selbstironie und eine Brise der Leichtigkeit dazu.
 

4. Mach, was du liebst, weil es dir innere Ruhe verschafft!

Wenn du das gefunden hast, was du wirklich gerne machst, dann wirst du erleben, dass du zum einen lebendiger, zum anderen wieder ruhiger wirst. Es wird dich erfüllen in dem Sinn, dass du deinen Kopf nicht mehr ständig nach links und rechts drehen musst in der Angst, etwas zu versäumen. Du bleibst gerne bei dem, was du machst. Es schenkt dir ein hohes Maß an Befriedigung, wenn du machen kannst, was dir besonders am Herzen liegt, was du gut kannst und eben „liebst“. Damit kehrt Friede in dir ein und eine Art „Angekommen sein“!  
 

5. Mach, was du liebst, weil du darin ganz DU sein kannst!

Wenn du machst, was du liebst, bist du bei dir. Ganz nah deinem Innersten und dem, was dich ausmacht. Du erfährst dich als kostbar und wertvoll und hörst mit dem Vergleichen auf. Und du machst, wozu dich Liebe einlädt: Du kannst deine Gedanken und Gefühle und alles, was du bist, in dein Tun hineinlegen und das erleben, was man Flow nennt: Dieses Sein im Augenblick, wo die Zeit still zu stehen scheint und dennoch alles fließt. Wer aufgeht in dem, was er liebt, erfährt Hingabe, tiefes Eins werden mit sich, mit Gott und der Welt. Das ist etwas sehr Schönes und Kostbares!  
 

6. Mach, was du liebst, weil du darin über dich selbst hinauswachsen kannst!

Im Tun dessen, was du liebst, bleibst du aber nicht stehen, sondern wächst du über dich selbst hinaus. Liebe ist eine große, verwandelnde Macht. Im Tun dessen, was du liebst, verwandelt sich dein geringer Selbstwert und deine Minderwertigkeitsgefühle fließen hinein in gesundes Selbstvertrauen – und wenn alles gut geht, in eine heilsame Selbstliebe. Du liebst in deinem Tun auch dich selbst und wächst über dich und dein Ego hinaus. Liebe bleibt nicht stehen. Sie kommt niemals mit sich selbst ans Ende. Sie lockt dich, sie führt dich, sie ruft dich auf einen Weg voller Abenteuer, Hindernisse, Erfolge und Misserfolge, an denen du wächst und reifst und jeden Tag ein Stück wissender und weiser wirst in deinem Tun und Menschsein.  
 

7. Mach, was du liebst, weil du darin deine Bestimmung lebst!

Wenn du machst, was du wirklich liebst, lebst du deine Bestimmung im Hier und Jetzt. Dann bist du angekommen bei dir. Wenigstens im Moment. Jeder Mensch ist mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten, mit seinem ganz konkreten So-Sein zu etwas gedacht auf dieser Welt. Wenn du machst, was du liebst, folgst du deiner Bestimmung und bist du auf dem richtigen Weg. Lass dich nicht davon leiten, ob dein Tun Aufsehen erregt, ob du Kritik erntest oder Lob, ob es wichtig oder unbedeutend, groß oder klein ist! Das sind Maßstäbe dieser Welt, die in der Liebe nicht zählen. Selbst die kleinste Blume blüht ohne Aufsehen, die schönste Frucht fällt ungesehen vom Baum und der stärkste Baum wird gefällt. Entscheidend ist das JETZT: Der Duft und die Schönheit, die Hingabe und die Liebe und dass du machst, wozu du gedacht bist! Weil sonst dein Beitrag fehlt.  
 
     

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